Filmforum Archiv

A Girl Walks Home Alone at Night
20.8.2015
A Girl Walks Home Alone at Night
US 2014 | 101 min | OmU | R u B: Ana Lily Amirpour
A Girl Walks Home Alone at Night
A Girl Walks Home Alone at Night
A Girl Walks Home Alone at Night
A Girl Walks Home Alone at Night
A Girl Walks Home Alone at Night
USA 2014 | 101 min | schwarzweiß | OmU | Regie und Buch: Ana Lily Amirpour | Kamera: Lyle Vincent | Schnitt: Alex O’Flinn | Mit: Sheila Vand, Arash Marandi, Marshall Manesh, Mozhan Marnò, Dominic Rains, Rome Shadanloo u.a.

Bad City ist eine verlassene Geisterstadt irgendwo im Iran, und die einzigen Menschen, die sie bevölkern, sind gespenstische Existenzen, Prostituierte, Zuhälter, Junkies und andere verlorene Seelen. Aber wie immer im Kino geschieht ein kleines Wunder, als sich ein junges Mädchen und ein ebenso junger Mann ineinander verlieben. Ein allerdings ziemlich blutiges Wunder. Der erste iranische Vampir-Western, gedreht in Schwarzweiß in einer verlassenen Stadt in Kalifornien, eine krude und hybride Mischung aus Sergio Leone, David Lynch und alten Comic-Heften. Und über allem ein massiver Soundtrack zwischen Morricone und Techno. (viennale.at)

Das Spielfilmdebüt der iranischen Filmemacherin ist ein Meisterwerk der Stimmung und Suggestion. In elegischen Schwarz-Weiß-Bildern entfaltet sich ein düsteres Märchen von Verlorenheit, Verfall und der Sehnsucht nach menschlicher Wärme. (filmrezension.de)

Catalonian Film Festival 2014, Carnet Jove Jury Award und Citizen Kane Award

Gotham Awards 2014, Director Award

Deauvill Filmfestival 2014, RevelationsPrize

http://films.vice.com/a-girl-walks-home/
A Hologram for the King
22.9.2016
A Hologram for the King
Ein Hologramm für den König
DE, US, UK, FR 2016 | 97 min | OmU| R: Tom Tykwer
A Hologram for the King
A Hologram for the King
A Hologram for the King
A Hologram for the King
D, USA, GB, F 2016 | 97 min | OmU (englisch/arabisch) | Regie und Buch: Tom Tykwer | Kamera: Frank Griebe | Schnitt: Alexander Berner | Mit: Tom Hanks, Sarita Choudhury, Ben Whishaw, Alexander Black, Tom Skerritt, Sidse Babett Knudsen, Khalid Laith u.a.

Der 54-jährige Vertriebsmanager Alan Clay soll in Saudi-Arabien dem König Abdullah ein holografisches Telefonkonferenzsystem verkaufen. Er steht von allen Seiten unter Druck: Alan will das College für seine Tochter finanzieren, sein Chef setzt – vergebliche – Hoffnungen auf die von Alan offensichtlich zu optimistisch dargestellten Beziehungen zu einem Neffen des Königs, der Auftrag in der Wüste stellt wahrscheinlich seine letzte Chance im gehobenen Management dar. Seine Perspektiven haben sich nach der Finanzkrise und nach seinen persönlichen Krisen mit gescheiterter Ehe, weit unter Wert verkauftem Haus und fragwürdigen Geschäften reduziert. Zusätzlich zu diesen Problemen wird er vom Jetlag, einer Zyste am Rücken und Alkoholmissbrauch geplagt.

Während des tagelangen Wartens auf Termine mit Geschäftspartnern lernt er seinen Fahrer Yousef und die schöne Ärztin Dr. Zahra Hakeem kennen. Beeindruckt von diesen Begegnungen und unter dem Einfluss der neuen kulturellen Eindrücke wird das Treffen mit dem König immer mehr zur Nebensache für Alan. (wikipedia)

„Regisseur Tom Tykwer lässt seinen Stamm-Kameramann Frank Griebe in wunderschönen Bildern schwelgen […]. Parallel zu dieser äußeren Pracht betreibt Tykwer Seelenerforschung seines Helden.“ (spiegel online)

Deutscher Filmpreis 2015, Bester Schnitt, Beste Tongestaltung

http://einhologrammfuerdenkoenig.x-verleih.de/
A Long Way Down
19.6.2014
A Long Way Down
UK 2014 | 96 min | OmU | R: Pascal Chaumeil
A Long Way Down
A Long Way Down
A Long Way Down
A Long Way Down
A Long Way Down
Großbritannien 2014 | 96 min | OmU | Regie: Pascal Chaumeil | Buch: Jack Thorne nach Nick Hornby | Kamera: Ben Davis | Musik: Dario Marianelli | Mit: Aaron Paul, Rosamund Pike, Toni Collette, ImogenPoots, Pierce Brosnan

Vier Menschen treffen in der Silvesternacht zufällig auf dem Dach eines Londoner Hochhauses aufeinander, alle mit dem gleichen Vorsatz: Martin, JJ, Maureen und Jess wollen ihrem Leben ein Ende setzen.

Überrumpelt von der unerwarteten Gesellschaft, springt allerdings keiner der vier Lebensmüden. Stattdessen verbringen sie den Rest der ereignisreichen Nacht gemeinsam und schließen bei Sonnenaufgang einen Pakt: Neuer Selbstmordtermin ist der Valentinstag und bis dahin bringt sich niemand um. Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen ...

http://www.alongwaydown.de/
A nagy füzet
8.5.2014
A nagy füzet
Das große Heft
DE, FR, AT, HU 2013 | 105 min | OmU | Regie: János...
A nagy füzet
A nagy füzet
A nagy füzet
A nagy füzet
A nagy füzet
D, F, A, H 2013 | 105 min | OmU | Regie: János Szász | Buch: András Szekér, Tom Abrams und János Szász nach dem Roman Das große Heft von Ágota Kristófs | Kamera: Christian Berger | Schnitt: Szilvia Ruszev | Mit: András Gyémánt, László Gyémánt, Ulrich Thomsen, Ulrich Matthes u.a.

Namenlos bleibende dreizehnjährige Zwillingsbrüder werden inmitten des Zweiten Weltkriegs von ihrer Mutter aufs Land zu ihrer Großmutter gebracht. Hier erleben sie häusliche Gewalt, denn die bösartige Frau lässt die Zwillinge hart für sich arbeiten. Die Kinder müssen sich den gegebenen Umständen anpassen, ohne dass sie jemand beschützt, erzieht oder führt. Sie sind gezwungen, ihre eigenen Moralvorstellungen auszubilden und sich in Selbstkontrolle zu üben. Ihr Repertoire angelernten Verhaltens reicht von Gefühlskälte über Hungern und Betteln bis hin zum Stehlen und Töten. Die beiden sind sich darüber einig: Diese Dinge benötigen sie im Alltag. Ihre autodidaktische Ausbildung sowie die zeitgleich stattfindenden Bombardierungen und die Verfolgung der Juden dokumentieren die beiden Jungen ganz sachlich in einem großen Heft. Hier notieren sie auch ihre größte Angst: die Trennung.

Was macht Krieg aus Menschen? Dieser großen Frage nähert sich die Filmparabel Das große Heftmit konkreter, mitleidsloser Härte.

http://www.das-grosse-heft.de/
À peine j’ouvre les yeux
23.11.2016
À peine j’ouvre les yeux
Kaum öffne ich die Augen
FR, TN , BE 2015 | 102 min | R: Leyla Bouzid
À peine j’ouvre les yeux
À peine j’ouvre les yeux
À peine j’ouvre les yeux
À peine j’ouvre les yeux
Frankreich, Tunesien, Belgien 2015 | 102 min | Regie: Leyla Bouzid | Buch; Leyla Bouzid, Marie-Sophie Chambon | Kamera; Sebastien Goepfert | Schnitt: Lilian Corbey | Mit: Baya Medhaffar, Ghalia Benali, Montassar Ayari, Aymen Omrani u.a.

Tunis kurz vor der Zeit, die oft als arabischer Frühling bezeichnet wird. Farah hat gerade ihre Matura gemacht, und die Familie stellt sie sich bereits als Ärztin vor. Sie aber singt fürs Leben gern in einer Rock-Band und rebelliert mit politischen Texten gegen die einengende Gesellschaft. Kaum öffne ich die Augenist das vibrierende Porträt einer Frau, die gegen männliche Strukturen Sturm läuft: Dieser Film rockt. (Polyfilm)

„Dieser Film bringt ein Stück Optimismus und Kraft.“

(Jury Europa Cinemas Filmfestival Venedig)

Tunesische Oscar-Nominierung 2016

Filmfestival Venedig 2015: Publikumspreis „Venice Days“, Label Europa Cinemas

Filmfestival Namur: Bester Film

Filmfestival Bastia: Publikumspreis Filmfestival Dubai: Bester Film

Filmpreise bei dem Filmfestivals in Venedig und London

https://www.trigon-film.org/de/movies/A_peine_les_yeux
A Perfect Day
3.12.2015
A Perfect Day
ES 2015 | 105 min | R u B: Fernando León de Aranoa
A Perfect Day
A Perfect Day
A Perfect Day
A Perfect Day
A Perfect Day
Spanien 2015 | 105 min | Regie und Buch: Fernando León de Aranoa, nach dem Roman Dejarse Llover von Paula Farias | Kamera: Alex Catalàn | Mit: Benicio Del Toro, Tim Robbins, Olga Kurylenko, Mélanie Thierry, Fedja Štukan, Sergi López u.a.

Nach den Wirren des Balkan-Krieges soll ein überaus ungleiches Quartett einer Hilfsorganisation einen mit einer Leiche vergifteten Brunnen säubern. Doch die Aktion scheitert, weil ein Seil reißt – und einen Strick zu organisieren erweist sich als eine Mission voller Tücken…

"Dieser Film ist wie eine russische Matroschka-Puppe", erläutert Regisseur Fernando León de Aranoa. "Es ist ein Drama in einer Komödie. In einem Road-Movie. In einem Kriegsfilm."

A Perfect DAYwurde nach der Premiere im Rahmen der heurigen Quinzaine mit minutenlangen Standing Ovations gefeiert.

http://www.aperfectday.x-verleih.de/
Abendland
13.7.2011
Abendland
AT 2011 | 90 min | Regie: Nikolaus Geyrhalter
Abendland
Abendland
Abendland
Abendland
Österreich 2011 | 90 min | Regie: Nikolaus Geyrhalter | Buch: Nikolaus Geyrhalter, Wolfgang Widerhofer, Maria Armalovsky | Kamera: Nikolaus Geyrhalter

Abendland, der neue Kinofilm von Nikolaus Geyrhalter, durchmisst in einer großen assoziativen Reise ein nächtliches Europa in vielen Facetten. Pulsierende Dienstleistungs- und Wohlstandsgesellschaft, Bollwerk der Sicherheit und Ausgrenzung, urbane Zivilisation, hedonistischer Vergnügungstempel, beflügelt und belastet zugleich von Geschichte, Tradition, Hochkultur. Nachtarbeit, Selbstvergessenheit, Lärm und Stille, Sprachverwirrung und Übersetzungsprobleme, erste Schritte ins Leben, Krankheit, Tod und verzweifelte Versuche, Grenzen zu überschreiten: All dies entfaltet sich durch Geyrhalters Kamera und in Wolfgang Widerhofers kongenialer Montage zu einem bildmächtigen Essayfilm über einen Kontinent und über das Prinzip „Abendland“, von dem man manchmal den Eindruck gewinnt, es würde langsam veratmen. „Einst in Europa“: So betitelte vor zehn Jahren der Schriftsteller und Essayist John Berger eine (Foto-) Erzählung, in der sich unter anderem die Frage nach der „Ungerechtigkeit des Zufalls des Geborenwerdens“ stellte.

Filmfestival Warschau 2011, Millenium Award für den außergewöhnlichsten Kinodokumentarfilm

Eröffnungsfilm der Diagonale 2011-06-02

http://www.abendland-film.at/
Adrienne Pál
24.11.2011
Adrienne Pál
HU, AT 2010 | 136 min | OmU | Regie: Agnes Kocsis
Adrienne Pál
Adrienne Pál
Adrienne Pál
Adrienne Pál
Ungarn, Österreich 2010 | 136 min | OmU | Regie: Agnes Kocsis | Buch: Ágnes Kocsis, Andrea Roberti | Kamera: ÁdámFillenz | Schnitt: TamásKollányi | Mit: ÉvaGábor, IstvánZnamenák, Ákos Horváth, Lia Pokorny, u.a.

Die apathische Piroska arbeitet als Krankenschwester auf der Sterbestation. Eines Tages wird eine neue Patientin eingeliefert. Piroska ist betroffen, als sie den Namen hört - AdriennPál. Der Name ihrer besten Schulfreundin. Doch die Patientin ist eine alte Frau, die kurz darauf vestirbt. Piroska begibt sich auf die Suche nach der Freundin, zu der sie lange den Kontakt verloren hat. Eine Selbstentdeckungsreise durch die verwinkelten Wege der Erinnerung.

63. Internationale Filmfestspiele von Cannes - UnCertainRegard

Audience Award Crossing Europe Linz

Auszeichnung der Ungarischen Filmkritiker für beste Regie des Jahres

Auszeichnung der Ungarischen Filmkritiker für beste Kameraführung des Jahres

http://www.youtube.com/watch?v=4cUD9v-eNEk
Ága
27.12.2018
Ága
Nanouk
BG, DE, FR 2018 | 96 min | OmU | Regie: Milko Lazarov
Ága
Ága
Ága
Ága
Ága
Bulgarien, Deutschland, Frankreich 2018 | 96 min | OmU | Regie: Milko Lazarov | Buch: Simeon Ventsislavov und Milko Lazarov | Kamera: Kaloyan Bozhilov | Schnitt: Veselka Kiryakova | Musik: Penka Kounveva | Mit: Mikhail Aprosimov, Feodosia Ivanov, Galina Tikhonova, Sergei Egorov, Afanasiy Kylaev u.a.

Jakutien beherbergt die Eiswüsten des sibirischen Nordens: ein unwirklicher, lebensfeindlicher Ort und gleichzeitig atemberaubend schön. Hier leben, wie ihre Vorfahren, Sedna und Nanouk, ein in die Jahre gekommenes Inuitpaar. Ihre Jurte besteht aus Rentierfellen und sie versorgen sich mit Jagen und Fischen, in der Wildnis nur begleitet von ihrem Hund. Es ist ein schweigsamer und rauer Alltag, den beide ohne viele Worte verbringen. Und das Überleben wird schwieriger, denn die wenigen Tiere um sie herum verenden an einer mysteriösen Krankheit. Die immer früher einsetzende Schneeschmelze und Stürme bedrohen die schützende Behausung.

Ein Besuch unterbricht ihre Routine. Chena, ein junger Mann, ist die einzige Verbindung zur Zivilisation und zu Tochter Ága. Vor langer Zeit hat sie das traditionelle Leben und die Familie verlassen. Nanouk möchte seine Tochter noch einmal wiedersehen. Im Angesicht so vieler Entbehrungen macht er sich schließlich auf den Weg – von der Wildnis in die Stadt und zu Ága.

„Ein trotz intimer Geschichte bildgewaltiges Schneewüsten-Melodram mit ganz vielen fantastischen Bildern, von denen einem vor allem die atemberaubenden Aufnahmen eines Diamantenminenlochs wohl so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen werden.“ (filmstarts.de)

Sarajevo Filmfestival 2018, Bester Film

https://www.youtube.com/watch?v=HcE3wjwC0mw IMDB
Ah-ga-ssi
3.5.2017
Ah-ga-ssi
Die Taschendiebin
KR 2016 | 145 min | OmU | Regie: Park Chan-wook
Ah-ga-ssi
Ah-ga-ssi
Ah-ga-ssi
Ah-ga-ssi
Ah-ga-ssi
Ah-ga-ssi
Südkorea 2016 | 145 min | OmU | Regie: Park Chan-wook | Buch: Chung Seo-kyung, Park Chan-wook nach dem Roman "Fingersmith" von Sarah Waters | Kamera: Chung Chung-hoon | Schnitt: Kim Jae-bum, Kim Sang-bum | Mit: Kim Min-hee, Kim Tae-ri, Ha Jung-woo, Cho Jin-woong, Kim Hae-sook, Moon So-ri u.a.

Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki und ihrem ererbten Vermögen in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte und bewachte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss, um so den Preis der Bücher in die Höhe zu treiben. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee, ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Taschendiebin und Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: ein ganz eigenes Begehren, eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt. (filmladen)

Park legt es in seinem historischen Erotikthriller auf plot twists an, die sich polyperspektivisch geben, und entrollt ein Spiel um Täuschung und Maskerade, doppelte Böden und verwirrende Fassaden. Eingestreute Rückblenden vereinen sich mitunter rätselhaft mit der Gegenwart. Einzelne Momente sexueller Explizität sorgten bei der Uraufführung bei den Filmfestspielen in Cannes für einige erhitzte Gemüter und spalten seither die Geister. (leokino.at)

Der Film gewann 49 internationale Filmpreise.

https://www.filmladen.at/film/die-taschendiebin/
Aimer, boire et chanter
24.9.2014
Aimer, boire et chanter
FR 2013 | 108 min | OmU | Regie: Alain Resnais
Aimer, boire et chanter
Aimer, boire et chanter
Aimer, boire et chanter
Aimer, boire et chanter
Frankreich 2013 | 108 min | OmU | Regie: Alain Resnais | Buch: Jean-Marie Besset, Alex Reval, Laurent Herbiet, Alain Resnais, nach einem Stück von Alan Ayckbourn | Kamera: Dominique Bouilleret | Schnitt: Hervé De Luze | Mit: Sabine Azéma, Sandrine Kiberlain, Caroline Sihol, André Dussollier, Hippolyte Girardot , Michel Vuillermoz u.a.

Mitten in die Proben zu einem Theaterstück, das Colin und Kathryn mit ihrer Amateurgruppe aufführen wollen, platzt eine schreckliche Nachricht: Ihr Freund George ist schwer erkrankt und hat nur noch wenige Monate zu leben. Nicht nur für Kathryn, die einmal mit ihm liiert war, sondern auch für deren Freundinnen Tamara und Monica gerät die Welt aus den Fugen. Mit voller Wucht werden Gefühlsverwirrungen der eigenen Jugend und längst begrabene Lebensträume wieder lebendig. Zum Leidwesen ihrer bürgerlich soliden Ehemänner entbrennt unter den Frauen ein Streit darüber, wer George auf eine letzte Reise begleiten darf.

André Dussollier über Alain Renais, der am 1. März 2014 kurz nach der Uraufführung bei der Berlinale verstarb: „Resnais betrachtet die Welt zunehmend distanziert und mit einem Lächeln. Dabei ungebrochen jung. Natürlich hat er sich in der Figur des Georges selbst inszeniert. Als einen Mann, der geliebt wird und der dabei ist, sich zu verabschieden von der großen Theaterbühne, die sich Welt nennt.“ (Leokino)

„Mit absurd-hintergründigem Humor demontiert Regisseur Alain Resnais Lebens- und Beziehungslügen dreier Frauen.” (taz, Berlin)


http://stadtkinowien.at/film/736/
Ajami
16.11.2011
Jüdische Filmwoche
Ajami
IL, DE 2009 | 120 min | OmU | Regie: ScandarCopti
Ajami
Ajami
Ajami
Ajami
Ajami
Israel, Deutschland 2009 | 120 min | OmU | Regie: ScandarCopti

Omar verliebt sich in die Jüdin Hadir, Malek braucht dringend Geld für seine schwer kranke Mutter und der Bruder von Polizist Dando ist spurlos verschwunden. Sie alle wohnen in Ajami, einem Aussenquartier Tel Avivs. Doch wenn dieses Babel der Gegenwart aus verfeindeten Nachbarn besteht, wird das Zusammenleben zum Ausnahmezustand. Der differenzierte und energiegeladene Thriller aus Israel erzählt von einem menschlichen Beziehungsgeflecht mit fatalen Konsequenzen in einer rauen Wirklichkeit. Ein aussergewöhnlich aufrichtiger Film mit Laiendarstellern, die wissen, wovon sie sprechen - eine Wucht!

Nur selten erlebt das Kino eine so intensive Erzählung von der unauflöslichen Spirale aus Schuld, Rache und Gewalt. Zwischen Drogenhändlern, mächtigen Rache-Kommandos und heimlichen Liebespaaren erzählt Ajamieine kraftvolle menschliche Tragödie. In einer kunstvollen Montage zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelingt dem jüdisch-arabischen Regie-Duo ScandarCopti und Yaron Shani ein überwältigendes Meisterwerk mit so herzzerreißenden wie schockierenden Einsichten in die Tragik.(filmz.de)

Eine Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems.

Nominiert für den Oscar als bester fremdsprachiger Film 2010 | Bester Film, Beste Regie, Bester Musik, Bester Schnitt, International Film Festival Jerusalem 2009

http://www.ajami-film.de/