Filmforum Archiv

Yuli
10.4.2019
Yuli
ES 2018 | 112 min | OmU | R: Icíar Bollaín
Yuli
Yuli
Yuli
Yuli
Yuli
Yuli
Yuli
Spanien 2018 | 112 min | OmU | Regie: Icíar Bollaín | Buch: Paul Laverty nach der Biografie von Carlos Acosta | Kamera: Álex Catalán | Schnitt: Nacho Ruou Capillas | Musik: Alberto Iglesias | Mit: Carlos Acosta, Santiago Alfonso, Edison Manuel Olvera, Kevyin Martínez, Laura de la Uz, Cesar Domínguez, Andrea Doímeadios u.a.

Carlos ist ein undiszipliniertes Kind, das alles, was es über das Leben weiß, auf den Straßen Havannas gelernt hat. Doch sein Vater Pedro erkennt das Talent seines Sohnes, den er nach dem Sohn eines afrikanischen Kriegsgottes nur Yuli nennt: Er kann tanzen wie kein zweiter. Gegen dessen Willen schickt er ihn auf die staatliche Ballettschule und sorgt dafür, dass Yuli seine Ausbildung beendet. Yuli wird bald zu einem der besten Tänzer seiner Generation und ist der erste dunkelhäutige Romeo am Royal Opera House in London.

Als er nach einer schweren Verletzung mit dem Tanzen pausieren muss, geht er zurück nach Kuba. Nach all den Jahren der Entbehrung und Einsamkeit lebt Yuli hier erstmals seinen schier unstillbaren Hunger nach Leben aus – und setzt damit seine Karriere aufs Spiel. Er muss sich entscheiden ob seine eigene Liebe zum Tanz ausreicht um den Weg weiterzugehen, den sein Vater ihm vorherbestimmt hat…

Der Film erzählt vor dem Hintergrund der Historie Kubas von einer unglaublichen Karriere und von einer bewegenden Familiengeschichte. Yuli ist ein wunderbar lebensfrohes Biopic, eine atemberaubende Performance aus Erzählung, Tanz, Musik, Licht und Bewegung, mitreißend, berührend und humorvoll. (poly-film.at)

Filmfestival San Sebastian: Bestes Drehbuch (Paul Laverty)

http://yuli-der-film.de/
Yves Saint Laurent
2.7.2014
Yves Saint Laurent
FR 2014 | 101 min | OmU | Regie: Jalil Lespert
Yves Saint Laurent
Yves Saint Laurent
Yves Saint Laurent
Yves Saint Laurent
Yves Saint Laurent
Yves Saint Laurent
Frankreich 2014 | 101 min | OmU | Regie: Jalil Lespert | Buch: Jacques Fieschi, Marie-Pierre Huster, Jalil Lespert | Kamera: Thomas Hardmeier | Schnitt: Monica Coleman | Mit: Pierre Niney, Guillaume Gallienne, Charlotte Le Bon, Nikolai Kinski u.a.

Paris 1957. Der gerade einmal 21-jährige Yves Saint Laurent ist einer der talentiertesten Nachwuchsdesigner Frankreichs und die rechte Hand des Modeschöpfers Christian Dior. Als dieser unerwartet stirbt, wird Yves künstlerischer Leiter einer der renommiertesten Mode-marken der Welt.

Seine erste Kollektion, von der Welt der Haute Couture mit großer Skepsis erwartet, wird für den jungen, genialen Modeschöpfer zu einem triumphalen Erfolg und macht ihn über Nacht weltberühmt. Während einer Modenschau trifft der schüchterne Yves Saint Laurent auf Pierre Bergé, eine Begegnung, die sein Leben von Grund auf verändern wird. Die beiden werden Lebens- und Geschäftspartner und gründen keine drei Jahre später unter enormem Risiko ihr eigenes, legendäres Modelabel „Yves Saint Laurent“. Doch Yves Kreativität nimmt über die Jahre immer selbstzerstörerische Züge an, die sowohl seine Beziehung zu Pierre, der Liebe seines Lebens, als auch die Zukunft seines Unternehmens gefährden. Trotz seiner inneren Kämpfe gelingt es Yves Saint Laurent, die Welt der Mode für immer zu revolutionieren und er wird zu einem der bedeutendsten, innovativsten und einflussreichsten Modeschöpfer aller Zeiten.

http://www.ysl-film.de/
Zama
7.9.2018
Zama
AR 2017 | 115 min | OmU | R: Lucrecia Martel
Zama
Zama
Zama
Zama
Zama
Argentinien 2017 | 115 min | OmU | Regie: Lucrecia Martel | Buch: Lucrecia Martel nach dem Roman von Antonio di Benedetto | Kamera: Rui Pocas | Mit: Daniel Giménez Cacho, Lola Dueñas, Matheus Nachtergaele, Juan Minujín, Rafael Spregelburd u.a.

Don Diego de Zama, ein Beamter der spanischen Krone, wartet im Paraguay des Jahres 1790 auf einen Brief des Königs. Doch das ersehnte Schreiben, das ihm erlauben würde, endlich den gottverlassenen Außenposten des spanischen Kolonialreiches zu verlassen und ins heimatliche Spanien zu seiner Familie zurückzukehren, trifft nie ein.

Aus diesem knappen Handlungsgerüst heraus entwickelt Regisseurin Lucrecia Martel, die 2001 mit ihrem Erstling La ciénaga zu den Mitbegründerinnen der „argentinischen Nouvelle Vague” gehörte, ein optisches und akustisches Feuerwerk, bei dem sich superbe Kamera und hervorragendes Sound-Design in idealer Weise ergänzen. Basierend auf dem gleichnamigen, 1956 erschienenen Roman von Martels Landsmann Antonio de Benedetto, einem vergessenen Zeitgenossen von Borges und Cortázar, ist diese eigenwillige Literatur-verfilmung gleichermaßen ein delirierender Tropentraum und eine Abrechnung mit Kolonialismus und Rassismus. (Geri Krebs, nzz.ch, leokino)

„Ein Film der seinesgleichen sucht“ (Der Spiegel)

„...ein bisschen wie Kafka im Dschungel...“ (Die Presse)

11 internationale Filmpreise, u.a.

Havanna Film Festival 2017, Bester Film

10 Nominierungen für den Argentinischen Filmpreis

http://www.filmgarten.at/zama/
Zeit der Kannibalen
24.7.2014
Zeit der Kannibalen
DE 2014 | 96 min | R: Johannes Naber
Zeit der Kannibalen
Zeit der Kannibalen
Zeit der Kannibalen
Zeit der Kannibalen
Zeit der Kannibalen
Zeit der Kannibalen
Deutschland 2014 | 96 min | Regie: Johannes Naber | Buch: Stefan Weigl | Kamera: Pascal Schmit | Schnitt: Ben von Grafenstein | Mit: Sebastian Blomberg, Devid Striesow, Katharina Schüttler, Jaymes E. Butler u.a.

Öllers (Devid Striesow) und Niederländer (Sebastian Blomberg) haben alles im Griff. Die Unternehmensberater optimieren in den dreckigsten Metropolen der Welt den Profit ihrer Kunden. Das Ziel: endlich in den Firmenolymp aufsteigen, endlich Partner werden! Als ihr Teamkollege Hellinger den ersehnten Karriereschritt macht, liegen die Nerven blank. Denn "up or out" ist das Prinzip. Dass Hellinger sich bald aus ungeklärten Gründen aus dem Bürofenster stürzt, hilft hier auch nicht weiter. Ausgerechnet die junge, ehrgeizige Bianca (Katharina Schüttler) rückt für ihn nach – die Zeit der Kannibalen bricht an.

Zeit der Kannibalenist eine bitterböse Komödie über drei konkurrierende Business-Consultants, die überall auf der Welt für Entlassungen sorgen.

Zeit der Kannibalenist eine Komödie, "wie man sie in ihrer Klug- und Gewitztheit, aber auch in ihrer kompromisslosen Härte aus Deutschland nicht erwartet hätte." (Der Spiegel)

Teilnahme Internationale Filmfestspiele Berlin 2014

http://www.filmstarts.de/kritiken/217345/trailer/19538256.html
Zeit für Utopien
23.5.2018
Zeit für Utopien
AT 2018 | 95 min | Doku | R: Kurt Langbein
Zeit für Utopien
Zeit für Utopien
Zeit für Utopien
Zeit für Utopien
Zeit für Utopien
Zeit für Utopien
Zeit für Utopien
Österreich 2018 | 95 min | Doku | Regie: Kurt Langbein | Buch: Kurt Langbein, Anna Katharina Wohlgenannt | Kamera: Christian Roth aac | Musik: Otto Lechner, Toni Burger Mit: Petra Wähning, Werner und Martina Haase, Gi-Man Jeong, Ji-Young Moon, Dong-Joung Yim, Keum-Soon Kwak, Tae-Soo Yoon, Niko Paech, Frieda, Vanja u.a.

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen. Zeit für Utopien zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.

So können 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden, und urbanes Wohnen ist mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird. Ein Smartphone kann auch fair produziert werden, und eine ehemals dem Großkonzern Unilever-Konzern gehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.

Zeit für Utopienist eine inspirierende filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft. (Filmladen)

http://www.zeit-fuer-utopien.com/
Zimna wojna
20.12.2018
Zimna wojna
Der Breitengrad der Liebe
PL, GB, FR 2018 | 87 min | OmU | R: Paweł Pawlikowski
Zimna wojna
Zimna wojna
Zimna wojna
Zimna wojna
Zimna wojna
Polen, GB, Frankreich 2018 | 87 min | OmU | Regie: Paweł Pawlikowski | Buch: Paweł Pawlikowski und Janosz Glowacki | Kanera; Łukas Zal, Paweł Pawlikowski | Schnitt: Jaroslaw Kaminski | Mit: Joanna Kulig, Tomasz Kot, Borys Szyc, Agata Kulesza, Cédric | Kahn, Jeanne Balibar u.a.

Während des polnischen Wiederaufbaus ist der begabte Komponist Wiktor auf der Suche nach traditionellen Melodien für ein neues Tanz- und Musik-Ensemble. Dem Kulturleben seines Landes möchte er so frisches Leben einhauchen. Unter seinen Studentinnen ist auch die Sängerin Zula, gleich im ersten Augenblick elektrisiert sie Wiktor. Schön, hinreißend und energiegeladen ist Zula schon bald der Mittelpunkt des Ensembles und die beiden verlieben sich ineinander. Ihre brennende Leidenschaft scheint keine Grenzen zu kennen. Doch als das Repertoire des Ensembles zunehmend politisiert wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin, um in den Westen zu fliehen. Zula bleibt der verabredeten Flucht fern und doch führt das Schicksal die beiden Liebenden Jahre später erneut zusammen. Wiktor begegnet Zula in Paris, nur so flammend ihre Liebe, so zerrissen ist das Paar und Zula muss eine tiefgreifende Entscheidung treffen. Zwischen Heimat und Exil, zwischen Leidenschaft und Verlust sind Frankreich, Jugoslawien und Polen die Schauplätze der fatalen Liebe eines Paares, das vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ohne einander nicht leben kann und miteinander fast keinen Frieden findet.

„Eine allgemeingültige Odyssee durch das menschliche Herz in all seinen Facetten“ (Time Out)

Filmfestival Cannes 2018: Beste Regie

5 Auszeichnungen beim Polnischen Filmfestival 2018

Polnische Oscar-Nominierung 2019

https://www.youtube.com/watch?v=DpxazxTVnmc IMDB
Zoran, il mio nipote scemo
20.8.2014
Zoran, il mio nipote scemo
Zoran – Mein Neffe, der Idiot
IT 2013 | 112 min | OmU | R: Matteo Oleotto
Zoran, il mio nipote scemo
Zoran, il mio nipote scemo
Zoran, il mio nipote scemo
Zoran, il mio nipote scemo
Zoran, il mio nipote scemo
Italien 2013 | 112 min | OmU | Regie: Matteo Oleotto | Buch: Daniela Gambaro, Pier Paolo Piciarelli | Kamera: Ferran Paredes Rubio | Schnitt: Giuseppe Trepiccione | Mit: Giuseppe Battiston, Teco Celio, Rok Prasnikar, Ariella Reggio, Marjuta Slamic, Roberto Citran, Sylvain Chomet u.a.

Die Bar an der Ecke ist für Paolo der unumstrittene Mittelpunkt der Welt. Doch dann taucht Zoran auf, ein vergessener Neffe, der nach dem Tod seiner Tante nur noch auf Paolo zählen kann. Er kommt aus den Bergen und hat doch eine ganz besondere Begabung als Dart-Spieler. Die Weltmeisterschaft der Dartprofis treibt Paolo schon länger um und nun hat er einen wirklichen Champion zu seiner Verfügung. Rache könnte er üben an seinen Opponenten, Geld könnte er auch verdienen, und die verlorene Liebe seiner Ex-Frau ist auch nicht mehr weit entfernt. Doch nicht alles läuft so wie erhofft…

Zoran - Mein Neffe, der Idiotist eine hinreißende, überdrehte Komödie der Irrungen, in der am Ende alle ihren Platz finden und ihr Glück dazu. Ein Kino als Fest der Sinne und der unmöglichen Gelegenheiten mit sehr viel Wein und dem italienischen „dolce far niente“ als Hauptzutaten.

„Ein Film über Liebe und Zärtlichkeit, ausgezeichnet gespielt und witzig.“ (Helmut Groschup/Dolomiten)

Biennale von Venedig 2013: Publikumspreis in der Reihe Settimana della Critica

Schermi di Qualità Award (Verband der italienischen Filmkunsttheater, Bester Film)

http://www.youtube.com/watch?v=a2apYpBIKhE IMDB
Zu ebener Erde
14.11.2018
Zu ebener Erde
AT 2018 | 91 min | R: Birgit Bergmann, Steffi Franz,...
Zu ebener Erde
Zu ebener Erde
Zu ebener Erde
Zu ebener Erde
Zu ebener Erde
Zu ebener Erde
Österreich 2018 | 91 min | Doku | Dt. Fassung | Regie: Birgit Bergmann, Steffi Franz, Oliver Werani | Buch: Steffi Franz | Kamera: Oliver Werani | Schnitt: Birgit Bergmann | Originalton und Sounddesign: Sergey Martynyuk, Florian Rabl

Man sieht sie und gleichzeitig sieht man sie nicht: Wohnungslose Menschen sind oft unsichtbar für den Rest der Welt. In der dokumentarischen Langzeitbeobachtung Zu ebener Erde werden einige von ihnen aus nächster Nähe porträtiert und ihr nahezu ungeschütztes Leben auf den Straßen Wiens erfahrbar gemacht. (kino-zeit.de)

Der im Kollektiv erarbeitete Dokumentarfilm begleitet Frauen und Männer in Wien, die ohne Obdach leben. Zwischen sensibler Nähe und respektvoller Distanz erzählen die eindringlichen Porträts von zwischenmenschlichen Beziehungen, von reduzierten Bedürfnissen, von Abhängigkeitsgeflechten und von Grenzen, die selbstgesteckt oder fremdbestimmt sind. Zu ebener Erde ist ein entwaffnend ehrlicher Film über Lebensrealitäten zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. (Diagonale 2018, Katalogtext von Jana Koch)

Diagonale 2018: Preis für Bestes Sounddesign Dokumentarfilm

Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem Verein Dowas in Bregenz. Nach dem Film steht die Regisseurin Birgit Bergmann und Michael Diettrich vom Verein Dowas für ein Publikumgsgespräch zur Verfügung.

http://zuebenererde.at/
Zum Beispiel Suberg
19.11.2014
Zum Beispiel Suberg
CH 2013 | Doku | 90 min | R: Simon Baumann
Zum Beispiel Suberg
Zum Beispiel Suberg
Zum Beispiel Suberg
Zum Beispiel Suberg
Zum Beispiel Suberg
Schweiz 2013 | Dokumentation | 90 min | Regie: Simon Baumann | Buch: Simon Baumann, Kathrin Gschwend | Kamera: Andreas Pfiffner | Schnitt: Katharina Bhend | Mit: Ruedi Baumann, Simon Baumann, Stephanie Baumann, Männerchor Suberg

Suberg. Ein Dorf im Mittelland. 612 Einwohner. Einer davon: Simon Baumann. Obschon er in Suberg aufgewachsen ist und nur kurze Zeit nicht dort wohnte, kennt der 34-jährige Filmemacher kaum eine Menschenseele. Das will er ändern. So klopft er an Haustüren, verteilt Nussstangen am Bahnübergang, tritt dem Männerchor bei. Baumann lernt das Dorf, das sich in den drei Generationen, die seine Familie hier lebt, drastisch verändert hat, neu kennen.

Scharfsichtige Dokumentation des Machers von Image Problem.

Zum Beispiel Subergist die Suche eines Menschen nach einem Ort, an dem er sich zuhause fühlt, eine differenzierte und persönliche Dorfchronik, und ein Nachdenken über das Zusammenleben in einer Schweiz, in der man sich allzu gerne zurückzieht“ (SRF)

Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem Verein Bodenfreiheit.

http://www.zumbeispielsuberg.ch/
Zwei Herren im Anzug
25.4.2018
Zwei Herren im Anzug
DE 2017 | 139 min | DF | R: Josef Bierbichler
Zwei Herren im Anzug
Zwei Herren im Anzug
Zwei Herren im Anzug
Zwei Herren im Anzug
Zwei Herren im Anzug
Zwei Herren im Anzug
Zwei Herren im Anzug
Deutschland 2017 | 139 min | DF | Regie: Josef Bierbichler | Buch: Josef Bierbichler nach seinem Roman Mittelreich | Kamera: Tom Fährmann | Schnitt: Karina Ressler | Musik: Tim Kreuser, Kofelgschroa | Mit: Josef Bierbichler, Martina Gedeck, Irm Hermann, Simon Donatz, Sophie Stockinger u.a.

Sommer 1984, ein bayerisches Gasthaus am See: Der Wirt und Bauer Pankraz und sein erwachsener Sohn Semi haben soeben Pankraz‘ Frau und Semis Mutter Theres zu Grabe getragen, der Leichenschmaus ist vorbei, die letzten Gäste sind gegangen. Zusammen sitzen sie in ihrer Gaststätte und lassen, von den Umständen zur Gemeinsamkeit gezwungen, die Vergangenheit Revue passieren. Sie unterhalten sich über die beiden Weltkriege, über die Besatzung durch die Alliierten, über den geschäftlichen Aufschwung während der Wirtschaftswunderjahre, den Kalten Krieg und die Studentenunruhen. Dabei leisten ihnen zwei Herren im Anzug Gesellschaft die Vater und Sohn zwar unbekannt sind, ihnen aber gleichwohl als Stichwortgeber dienen…

"Der Schauspieler, Autor und Regisseur Josef Bierbichler ist eine bayerische Größe. Mit seinem Roman Mittelreichhat er die eigene Familiengeschichte zu verarbeiten versucht. Nun wagt er sich auch an die Verfilmung, spielt mit und inszeniert.“ (br)

http://www.x-verleih.de/filme/zwei-herren-im-anzug/
¡Vivan las antipodas!
8.8.2012
¡Vivan las antipodas!
DE, 2011 | 108 min | Regie: Victor Kossakovsky
¡Vivan las antipodas!
¡Vivan las antipodas!
¡Vivan las antipodas!
¡Vivan las antipodas!
¡Vivan las antipodas!
Deutschland 2011 | 108 min | Regie: Victor Kossakovsky | Kamera: Victor Kossakovsky | Dokumentarfilm

Was ist der kürzeste Weg vom argentinischen Entre Ríos zur chinesischen Metropole Shanghai? Er führt mitten durch die Erde, immer geradeaus. Die beiden Orte sind Antipoden. Sie befinden sich geografisch exakt auf der gegenüber liegenden Seite des Erdballs. Insgesamt acht solcher Gegenpole bereiste der preisgekrönte Dokumentarfilmer Victor Kossakovsky und fand dort Bilder, die unsere Sicht der Dinge buchstäblich auf den Kopf stellen. Einen wunderschön friedlichen Sonnenaufgang in Argentinien, im Gegenschnitt die Hektik in den verregneten Straßen von Shanghai. Menschen, die in der Einöde leben oder neben einem aktiven Vulkan. Landschaften, deren Pracht die Seele berührt und auf der anderen Seite der Lärm einer Großstadt. Diese Antipoden, so der Eindruck, stehen in einer mystischen Verbindung zueinander, selbst Gegensätze vereinen sie. Kossakovsky ist mit seinem Film ein Fest für die Sinne gelungen, ein faszinierendes Kaleidoskop über unseren Planeten. ¡Vivan las antipodas! – Es leben die Gegenpole!

Nominiert für den europäischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm 2011

http://www.vivanlasantipodas.de/