Filmforum Archiv

The Square
24.1.2018
The Square
SE 2017 | 142 min | OmU | R: Ruben Östlund
The Square
The Square
The Square
The Square
The Square
The Square
The Square
Schweden 2017 | 142 min | OmU | Regie und Buch: Ruben Östlund | Kamera: Fredrik Wenzel | Schnitt: Jacob Secher | Mit: Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West, Terry Notary, Christopher Læssø, Marina Schiptjenko, Elijandro Edouard, Daniel Hallberg u.a.

Christian ist der smarte Kurator eines großen Museums in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist „The Square“. Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylischen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu „The Square“ um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.

Prämiert mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes begibt sich The Squarein die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. In seiner klug inszenierten und äußerst unterhaltsamen Satire wirft Regisseur Ruben Östlund (Höhere Gewalt) brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf.

Filmfestspiele Cannes 2017: Goldene Palme

Gildepreis der deutschen Arthouse Kinos 2017: Bester Fremdsprachiger Film

https://www.filmladen.at/film/the-square/
The Tree
28.7.2011
The Tree
FR, AU, DE, IT 2010 | 92 min | OmU | R + B: Julie...
The Tree
The Tree
The Tree
The Tree
The Tree
Frankreich, Austalien, Deutschland, Italien 2010 | 92 min | OmU | Regie und Buch: Julie Bertucelli | Kamera: Nigel Bluck | Schnitt: Francois Gedigier | Mit: Charlotte Gainsbourg, Morgana Davies, MartonCsokas, Christian Byers, u.a.

Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters teilt die achtjährige Simone ein kostbares Geheimnis mit ihrer Mutter Dawn. Das Mädchen ist überzeugt, dass ihr Vater in dem mächtigen Feigenbaum vor ihrem Haus weiter über die Familie wacht, dass er ihr auf magische Weise durch die raschelnden Blätterzuflüstert. Als sich zwischen Dawn und ihrem neuen Arbeitgeber George eine wachsende Nähe entwickelt, verbringt das Mädchen immer mehr Zeit hoch oben in den Ästen. Und es scheint, als würde sich der Baum mit der eifersüchtigen Simone solidarisieren. Bald kommt es zu einer Kraftprobe zwischen Mensch und Natur, zwischen Mutter und Tochter.

„In der Verfilmung von Judy Pascoes Bestseller fängt die französische Regisseurin Julie Bertucelli auf beeindruckende Weise die ebenso archaische wie magische, bedrohliche und beschützende Kraft der australischen Natur ein. Eine Geschichte über Liebe und Tod, Trauer und Träume, Traurigkeit und Glück, erzählt mit der Wucht eines antiken Dramas und der Magie großer Gefühle, getragen von einer großartigen Charlotte Gainsbourg." polyfilm

„Eine sensibel inszenierte Parabel mit wunderschönen Bildern, deren stiller Kraft man sich nicht entziehen kann.“ kinozeit.de

http://the-tree.pandorafilm.de/
The Tree of Life
14.9.2011
The Tree of Life
US 2011 | 138 min | OmU | R + B: Terrence Malick
The Tree of Life
The Tree of Life
The Tree of Life
The Tree of Life
The Tree of Life
The Tree of Life
USA 2011 | 138 min | OmU | Regie und Buch: Terrence Malick | Kamera: Emmanuel Lubezki | Schnitt: Billy Weber, Hank Corwin, Jay Rabinowitz, Daniel Rezende, Mark Yoshikasa | Mit: Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain, Fiona Shaw, u.a.

Amerika irgendwann in den 50er Jahren: Der Vater der Familie O’Brien (Brad Pitt) tut sein bestes um seine drei Söhne Jack, R.L., und Steve zu guten Männern zu erziehen. Dabei führt er die Familie mit strenger Hand und wird deshalb von seinen Kindern auch gefürchtet. Seine Frau hingegen ist das genaue Gegenteil. Sie verströmt Liebe und will die Kinder zu gefühlsvollen Menschen machen, denen alles Leben am Herzen liegt. Diese duale Erziehung der beiden Elternteile hat Jack (als Erwachsener: Sean Penn) stark geprägt und auch als er längst erwachsen und aktiv in der Geschäftswelt unterwegs ist taumelt er immer noch zwischen den Welten.

The Treeof Lifeverbindet eine Familientragödie aus Texas mit der Geschichte des Universums. Die Familiengeschichte wird fragmentarisch aus der Sicht des erwachsenen Sohnes erzählt, mit Natur- und Trickaufnahmen kombiniert und mit existenziellen Fragen aus dem Off unterlegt.

The Treeoflife feierte seine Premiere im Wettbewerb der 64. Filmfestspiele von Cannes. Dort wurde der Film mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

http://www.tree-of-life-film.de/
The Young and Prodigious T. S. Spivet
23.10.2014
The Young and Prodigious T. S. Spivet
Die Karte meiner Träume
FR, CA 2013 | 105 min | EOmdU | R: Jean-Pierre Jeunet
The Young and Prodigious T. S. Spivet
The Young and Prodigious T. S. Spivet
The Young and Prodigious T. S. Spivet
The Young and Prodigious T. S. Spivet
The Young and Prodigious T. S. Spivet
Frankreich, Kanada 2013 | 105 min | OmU (Originalsprache Englisch) | Regie: Jean-Pierre Jeunet | Buch: Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurantn nach einem Roman von Reif Larsen | Kamera: Thomas Hardmeier | Schnitt: Hervé Schneid | Mit: Kyle Catlett, Helena Bonham Carter, Robert Maillet, Judy Davis, Callum Keith Rennie u.a.

Der 12-jährige T.S. Spivet lebt mit seiner Familie in Montana. Seine Mutter, welche er nur Dr. Clair nennt, ist Wissenschaftlerin und sein Vater ist ein leidenschaftlicher Cowboy. Der kleine Junge begeistert sich für das Zeichnen von Landkarten und liebt es, kleinere Dinge zu erfinden. Als er eines Tages einen Anruf des Smithsonian Institute erhält, welche ihm einen Preis für die Erfindung des Perpetuum Mobiles verleihen möchten, beschließt er sich ganz alleine auf den Weg zu machen und den Preis entgegen zu nehmen.

The Young and Prosigious T. S. Spivetbasiert auf dem ersten Buch The Selected Works of T.S. Spivetdes Autors Reif Larsen. Kein geringerer als Jean-Pierre Jeunet hat sich des Films sowohl als Regisseur als auch als Produzent und Drehbuchautor angenommen. Wer, außer dem Macher von Die Stadt der verlorenen Kinder (1993) und Die fabelhafte Welt der Amélie(2001), könnte eine magische und bezaubernde Geschichte besser inszenieren als er? (filmkritiken.de)

Bei der 39. César-Verleihung wurde Die Karte meiner Träume für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet.

https://www.youtube.com/watch?v=1HPYI01c0W8 IMDB
Thelma
25.7.2018
Thelma
NO, FI, DK, SE 2017 | 116 min | OmU | R: Joachim Trier
Thelma
Thelma
Thelma
Thelma
Thelma
Thelma
Thelma
Norwegen, Finland, Dänemark, Schweden 2017 | 116 min | OmU | Regie: Joachim Trier | Buch: Joachim Trier, Eskil Vogt | Kamera: Jakob Ihre | Musik: Ola Fløttum | Mit: Eili Harboe, Kaya Wilkins, Henrik Rafaelsen, Ellen Dorrit Petersen, Grethe Eltervåg u.a.

Thelma verlässt ihre streng religiöse Familie an der idyllischen norwegischen Westküste, um in Oslo ein Studium zu beginnen. Das Campusleben lockt mit neuen Versuchungen: Als Thelma ihre Kommilitonin Anja kennenlernt, entwickelt sich zwischen den beiden eine starke Anziehungskraft. Gleichzeitig beginnt Thelma unter unerklärlichen, epilepsieartigen Anfällen zu leiden, die an Häufigkeit und Intensität zunehmen, je mehr sie ihre Freiheit auskostet. Thelma ahnt, dass mysteriöse Kräfte in ihr die unheimlichen Anfälle auslösen. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf ein dunkles Geheimnis: Ihre Gabe kam schon einmal zum Vorschein ... (film.at)

Der preisgekrönte Regisseur Joachim Trier präsentiert mit Thelma einen sinnlichen Mystery-Thriller über eine junge Frau zwischen Unterdrückung und Verführung. Auf visueller Ebene besticht der norwegische Oscar®-Beitrag als meisterhafte Verneigung vor dem Kino der 80er Jahre. Getragen von der phantastischen, jungen Hauptdarstellerin Eili Harboe entwirft Thelma übernatürliches Kino zwischen faszinierender Bilderpracht und entfesselter Symbolsprache. (thimfilm)

„Einer der besten Filme des Jahres.” (Esquire)

7 Internationale Filmpreise bei den Festspielen in Mar del Plata, Denver, Houston, Norwegischer Filmpreis, u.a.

https://www.thimfilm.at/filmdetail/thelma
This Ain't California
7.11.2012
This Ain't California
DE 2012 | 99 min | Regie: Marten Persiel
This Ain't California
This Ain't California
This Ain't California
This Ain't California
This Ain't California
Deutschland 2012 | 99 min | Regie: Marten Persiel | Drehbuch: Marten Persiel, Ira Wedel | Kamera: Felix Leiberg | Musik: Lars Damm

This Ain't Californiaist die Geschichte einer besonderen Freund-schaft, die sich verliert, als die Freiheit beginnt. Die modern erzählte Collage der Erinnerung ist ein dokumentarischer Trip durch die kuriose Welt der „Rollbrettfahrer“ in der DDR der Achtzigerjahre. Allein die Tatsache, dass sich dieser kalifornische Spaß auch jenseits der Mauer finden ließ, ist bereits Sensation genug. Regisseur Marten Persiel schafft es, eine Subkultur der DDR zu zeigen, über die es noch nie einen Film gegeben hat – frei von den gängigen Klischees. Zusammen mit den Produzenten Ronald Vietz und Michael Schöbel von der Wildfremd Production ist es dem Regisseur gelungen, die Helden der Szene von damals heute wieder zusammen zu bringen. Sie erzählen von wilden Partys, von der ersten Liebe, den Freunden, die sich nach der Wende aus den Augen verloren hatten und vom Aufeinandertreffen der west- und ostdeutschen Skater.

“So lässig und unterhaltsam hatte bisher niemand über jugendliches Lebensgefühl in der DDR erzählt. Geballte Emotion, rasant und stilsicher geschnitten und von einem guten musikalischen Gespür. […] grandioser Film“(Zitty)

http://www.thisaintcalifornia.de/
This and That
13.6.2013
This and That
Kurzfilme aus Israel mit Publikumsgespräch
IL, Regie: Nurit Sharett, Guy Ben Ner, Itamar Rose,...
This and That
This and That
Die Kurzfilme: Nurit Sharett, H2, 2010, 26:56 min | Guy Ben Ner, Spies, 2011, 7:20 min | Itamar Rose, Change the World, 2011, 6:07 min | Arafat Visits Sderot, 2011, 6:07 min | Roee Rosen, Hilarious, 2010, 21 min | Dor Guez, 40 Days, 2012, 15 min

Nurit Sharett, Guy Ben Ner, Itamar Rose, Dana Levy, Roee Rosen und Dor Guez setzen sich in ihren Videos mit kontroversen Themen der israelischen Gesellschaft auseinander, von den sozialen Protesten des Sommers 2011 bis zu den gesellschaftlichen Feindbildern, mit Fantasien von Zugehörigkeit und Identität, mit dem Einfluss der Medien auf die Bewältigung des Alltags und der Besatzungspolitik.

Dor Guez wurde 1980 in Jerusalem geboren, mit arabischen und jüdischen Wurzeln. Als Künstler kombiniert er verschiedene Medien, vor allem Video und Fotografie. Er lehrt Geschichte und Theorie an der Bezalel Kunst- und Designakademie in Jerusalem und ist als Archivforscher für die Universität Tel Aviv tätig. 2009 gründete er das erste Archiv, das der christlich-palästinensischen Minderheit im Nahen Osten gewidmet ist. Olga Stefan, in Rumänien geboren und in den USA groß geworden, lebt als freie Kuratorin und Kunsthistorikerin in Zürich.

Nach den Filmen findet ein Gespräch zwischen der Kuratorin Olga Stefan und Nurit Sharett über Fragen der Identität, Zugehörigkeit und Nationalität statt (in englischer Sprache).

Eine Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Rahmen des

aktuellen Programms Familienaufstellung. Israelische Porträts.

Those Who Go – Those Who Stay
4.12.2014
Those Who Go – Those Who Stay
AT 2013 | 75 min | Doku | R: Ruth Beckermann
Those Who Go – Those Who Stay
Those Who Go – Those Who Stay
Those Who Go – Those Who Stay
Those Who Go – Those Who Stay
Those Who Go – Those Who Stay
Österreich 2013 | 75 min | Dokumentation | Regie und Buch: Ruth Beckermann | Kamera: Johannes Hammel, Peter Roehsler, Ruth Beckermann | Musik: Atanas Tcholakov, Gerhard Daurer (Sound Design)

Regen auf der Fensterscheibe, ein Feuerwehrauto, ein Kater, der unzählige Nachkommen gezeugt hat: Es ist das absichtlich absichtslose Schauen, das den Zufall zulässt, ein Erzählen und Erinnern auf Fährten, die Ruth Beckermann kreuz und quer durch Europa und rund ums Mittelmeer verfolgt. Nigerianische Asylbewerber in Sizilien, ein arabischer Musiker in Galiläa, bierselige Nationalisten in Wien, die kapitolinische Wölfin und drei verschleierte junge Frauen, die minutenlang versuchen, eine stark befahrene Straße in Alexandria zu überqueren. Fäden, Tücher und Textilien tauchen immer wieder auf wie Lesezeichen in einem Gewebe aus Reisebewegungen und Fluchtbewegungen.

Die Regisseurin Ruth Beckermann wird für ein Gespräch im Kino anwesend sein

Wir zeigen den Film in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum, Hohenems.

http://thosewhogo.derfilm.at/
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
14.3.2018
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
US, GB, 2017 | 115 min | OmU | R: Martin McDonagh
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
USA, GB, 2017 | 115 min | OmU | Regie und Buch: Martin McDonagh | Kamera: Ben Davis | Schnitt: John Gregory | Musik: Carter Burwell | Mit: Frances McDormand, Woody Harrelson, Caleb Landry Jones, Kerry Condon, Abbie Cornish, Sam Rockwell, Lucas Hedges u.a

„Bei der Vergewaltigung ermordet“, „Und immer noch keine Festnahmen?“, „Wie kann das sein, Polizeichef Willoughby?“: Das lässt Mildred Hayes auf die drei Werbetafeln am Ortseingang der Kleinstadt Ebbing schreiben. Monate sind vergangen, seitdem Mildreds jugendliche Tochter vergewaltigt wurde. Der Täter wurde nicht geschnappt, weil, so vermutet die trauernde Mutter, die Polizei lieber Schwarze vermöbelt. Willoughby versucht einen Kleinkrieg mit Mildred zu vermeiden. Doch sie ist ein Eine-Frau-Gottesgericht von eigenen Gnaden.

Fünf Jahre nach seiner Krimikomödie 7 Psychos meldet sich Oscar-Gewinner Martin McDonagh (Brügge sehen… und sterben?) zurück mit einer weiteren pechschwarzen Komödie, die mit skurrilem Humor und ausgefeilten Figuren auffällt. In einer Art modernem Rosenkrieg lässt er einen Streit brutal entgleisen, der sich für eine ganze Gemeinde zur Glaubensfrage entwickelt. Frances McDormand, Woody Harrelson und Sam Rockwell waren nie besser als in dieser wunderbaren Moritat, die einem auch emotional nahegeht.

„Obwohl der Film fast durchgängig immer wieder für große Lacher sorgt, sind es vor allem die Anklänge von Leid, Mitgefühl und Buße, die nachhaltig in Erinnerung bleiben.“ (The Hollywood Reporter)

Ausgezeichnet mit 4 Golden Globes

Nominiert für 7 Oscars und über 70 weitere internationale Auszeichnungen

https://www.starmovie.at/filme/three-billboards-outside-ebbing-missouri-3469/
Tiere
21.3.2018
Tiere
CH, AT, PL 2017 | 100 min | DF | Regie: Greg Zglinski
Tiere
Tiere
Tiere
Tiere
Tiere
Tiere
Tiere
Schweiz, Österreich, Polen 2017 | 100 min | DF | Regie: Greg Zglinski | Buch: Greg Zglinsiki, nach einem Buch von Jörg Kalt | Kamera: Piotr Jaxa | Schnitt: Karina Ressler | Mit: Birgit Minichmayr, Philipp Hochmair, Mona Petri, Michael Ostrowski, Mehdi Nebbou u.a.

Der Zusammenstoß mit einem Schaf wird für Anna und Nick zum Ausgangspunkt einer Komödie der Irrungen über die Rätsel von Liebe und Täuschung – und einem raffinierten Mindgame zwischen Wien und den Schweizer Alpen.

Anna und Nick nehmen eine Auszeit von ihrem Alltag im schweizerischen Jura: Er will Rezepte der lokalen Küche sammeln und sie endlich ein neues Buch schreiben. Und auch ihre Beziehung könnte eine Auffrischung brauchen. Anna glaubt, dass Nick ein Verhältnis mit ihrer Nachbarin Andrea hat. Die attraktive Mischa soll währenddessen auf ihre Wiener Wohnung aufpassen. Anna findet, dass sie wie Andrea aussieht und auch im fernen Lausanne will sie Andrea in einer Eisverkäuferin erkennen. Zudem geschehen seltsame Dinge im Ferienhaus, die scheinbar nur sie wahrnehmen kann. Liegt es an dem Autounfall, den Anna mit Nick hatte? Bildet sie sich das alles nur ein? Oder ist das alles nur ein Traum – und falls ja: Wer träumt ihn eigentlich?

Der in der Schweiz lebende polnische Regisseur Greg Zglinski war begeistert von diesem Drehbuch von Jörg Kalt, konnte es aber erst jetzt realisieren –dafür aber mit Starbesetzung. (Schweizer Fernsehen SRF).

Zürich Filmfestival 2017, Emerging Swiss Talent Award für Greg Zglinski

https://www.youtube.com/watch?v=wi5OHCYKBD8 IMDB
Timbuktu
5.3.2015
Timbuktu
MR 2014 | 97 min | OmU | R: Abderrahmane Sissako
Timbuktu
Timbuktu
Timbuktu
Timbuktu
Timbuktu
Mauretanien 2014 | 97 min | OmU | Regie: Abderrahmane Sissako | Buch: Abderrahmane Sissako, Kessen Tall | Kamera: Sofiane El Fani | Schnitt: Nadia Ben Rachid | Mit: Ibrahim Ahmed, Toulou Kiki, Abel Jafri, Fatoumata Diawara, Hichem Yacoubi, Kettly Noel u.a.

Der Hirte Kidane führt mit seiner Frau Satima und der gemeinsamen Tochter Toya ein friedliches Leben. Doch Mali ist ein Land, das gerade zerrissen wird. Dschihadisten sind auf dem Vormarsch, zerstören die Reliquien alter Kultur und erlassen neue Gesetze streng nach der Scharia. Musizieren und Tanzen ist verboten, Frauen müssen verhüllt sein, und die Religionswächter wachen über allem. Kidane merkt anfangs nichts davon, er lebt mit seiner Familie in Abgeschiedenheit, aber als ein Streit mit einem Fischer tödlich endet, setzt dies eine Ereignisspirale in Gang, nach der nichts mehr sein wird, wie es war.

"Gewiss kein gefälliges Thema – gleichwohl ein überwältigender Film! Fanatische Fundamentalisten, Gräueltaten selbsternannter 'Gotteskrieger' in Afrika – da hatten viele bei der Premiere in Cannes obligatorisches Pflichtprogramm erwartet. Dann die große Überraschung: Dieses Drama um eine bescheidene Hirtenfamilie in den Fängen der religiösen Eiferer eroberte die Herzen im Sturm. Die grandios poetische Bildsprache, die anrührenden Figuren sowie eine wunderbar unprätentiöse, märchenhafte Erzählweise offenbaren regelrechte Klassiker-Qualitäten. Ein Meisterwerk über Würde, Widerstand und Toleranz!" (Programmkino.de)

"Abderrahmane Sissakos Film leistet Widerstand. Er lehnt sich gegen jene Geschichten auf, die uns immer wieder auf sehr eindimensionale Weise von der Unterdrückung durch Religion erzählen. Sissako zersplittert nicht nur seine Handlung, er lehnt sich auch immer wieder gegen die erschlagende Wirkung von Gefühlen auf. Er provoziert Emotionen zwar, bricht sie aber zugleich durch eine gestörte Kommunikation, die sich in einem Sprachengewirr aus Arabisch, Tamasheq, Bambara, Französisch und Englisch niederschlägt. Kein Wunder, dass die filmische Welt aus den Fugen gerät, wenn sich nicht einmal die Terroristen untereinander verständigen können." (critic.de)

Preis der Ökumenischen Jury Cannes 2014

nominiert für den Auslandsoscar 2015

https://www.trigon-film.org/de/movies/Timbuktu
Titos Brille
21.5.2015
Titos Brille
DE 2014 | 94 min | OmU | R u. B.: Regina Schilling
Titos Brille
Titos Brille
Titos Brille
Titos Brille
Titos Brille
Deutschland 2014 | 94 min | OmU | Regie und Buch: Regina Schilling, nach dem Buch von Adriana Altaras | Kamera: Johann Feindt | Schnitt: Jamin Benazzouz | Mit: Adriana Altaras

Titos Brilleist sowohl ein Dokumentarfilm als auch ein Road-Movie: Die Reise geht von Berlin über Gießen und Italien bis nach Zagreb, Split und Rab im früheren Jugoslawien. Stationen eines Lebens, die Adriana Altaras noch einmal besucht, um sich klar zu werden über ihre eigenen Wurzeln, über die wechselhafte Geschichte ihrer „strapaziösen” Familie, über ihre Wünsche und die Dämonen der Vergangenheit. Und so macht sie Halt an den Orten ihrer Kindheit und Jugend, die sie schon für ihren gleichnamigen autobiografischen Roman besuchte.

Altaras, 1960 in Zagreb geboren, heute Regisseurin, Schauspielerin und Autorin in Berlin, Mutter zweier Kinder und Ehefrau eines deutschen Katholiken, lässt es an jüdischem Witz nicht mangeln und auch nicht an Bissigkeit, wenn sie ihre Eltern unter die Lupe nimmt, vor allem den Vater, der so gerne den Helden mimte und stolz berichtete, Titos Brille in seiner Partisanenzeit repariert zu haben.

Worum es in Titos Brille, in einem der ungewöhnlichsten Reisefilme der letzten Zeit jedenfalls geht, ist die eigene Identität, die ebenso aus Erlebnissen und Erfahrungen entsteht wie aus Mythen und Erzählungen. In der Inszenierung von Regina Schilling wirkt diese oft selbstironische Mischung aus ernsthafter Identitätssuche und Erfahrungen trotz des schwierigen historischen Hintergrunds immer wieder mühelos und kurzweilig. (aus: kino.de; programmkino.de)

http://www.titosbrille.x-verleih.de/