Filmforum Archiv

Vor der Morgenröte
20.7.2016
Vor der Morgenröte
AT 2106 | 106 min | OmU | R: Maria Schrader
Vor der Morgenröte
Vor der Morgenröte
Vor der Morgenröte
Vor der Morgenröte
Vor der Morgenröte
Vor der Morgenröte
Österreich 2106 | 106 min | OmU | Regie: Maria Schrader | Buch: Jan Schomburg, Maria Schrader | Kamera: Wolfgang Thaler | Schnitt: Hansjörg Weißbrich | Mit: Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz, Matthias Brandt, Charly Hübner, André Szymanski u. a.

Stefan Zweig war seinerzeit weltberühmt und gemeinsam mit Thomas Mann der meistübersetzte deutschsprachige Schriftsteller. Bereits 1934 verließ Zweig seine Heimat Österreich, um ins Exil zu gehen, aus dem er nicht zurückkehrte. In ihrem ebenso stringenten wie sinnlich-opulenten Film zeigt Maria Schrader die letzten fünf Jahre des Autors in sechs Episoden – von seinem ersten Aufenthalt in Brasilien und der Teilnahme am PEN-Kongress in Buenos Aires 1936 über seinen New York Besuch, wo er seine erst Frau Friderike trifft, bis zu seinem Tod 1942 in Petrópolis.

"Überzeugend spielt Josef Hader den sensiblen, ambivalenten Schriftsteller, glänzt ohne jede Tendenz zum Overacting. Ein großer Sprung vom Kult-Kieberer, wo er scheinbar jede Nuance, vor allem den komödiantischen Sarkasmus seines Protagonisten, längst verinnerlicht hatte. Besonders im Zusammenspiel mit der legendären Fassbinder-Heroine Barbara Sukowa entwickeln sich szenisch unvergleichlich dichte Gefühlsmomente. Das ungewöhnliche Gespann funktioniert ganz prächtig. Und die kraftvollen Bildkompositionen des genialen Kameramanns Wolfgang Thaler vermitteln dem Publikum den quälenden Zwiespalt der Heimatlosigkeit im tropisch-brasilianischen Paradies. Nicht umsonst genießen die Österreicher im Filmkunstfach derzeit einen exzellenten Ruf." (Programmkino.de)

2 Nominierungen für den deutschen Filmpreis, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin

http://www.filmladen.at/vor.der.morgenroete
Vous n’avez encore rien vu
28.8.2013
Vous n’avez encore rien vu
Ihr werdet euch noch wundern
FR 2012 | 105 min | OmU | Regie: Alain Resnais
Vous n’avez encore rien vu
Vous n’avez encore rien vu
Vous n’avez encore rien vu
Vous n’avez encore rien vu
Vous n’avez encore rien vu
Frankreich 2012 | 105 min | OmU | Regie: Alain Resnais | Buch: Laurent Herbiet, Alain Resnais | Kamera: Eric Gautier | Schnitt: Hervé de Luze, Sylvie Lager | Mit: Sabine Azéma, Anne Consigny, Pierre Arditi, Mathieu Amalric, Michel Piccoli, Anny Duperey, Hipployte Girardot u.a.

Nach dem Tod des gefeierten Theaterautors Antoine d’Anthac erhalten seine Freunde eine Einladung in sein Landhaus. Hier teilt ihnen der Verstorbene per Video seinen letzten Wunsch mit. Alle versammelten Freunde haben über Jahre in Antoines Stück „Eurydike“ mitgewirkt und sollen für ihn eine letzte Entscheidung treffen: Eine junge Theatertruppe hat einen Mitschnitt ihrer Proben zu „Eurydike“ geschickt, um von Antoine die Erlaubnis zur Aufführung zu bekommen. Kaum sehen die Freunde ihre Figuren auf der Leinwand, sind auch sie wieder in ihren Rollen gefangen, aber das bleibt nicht die letzte Überraschung, die an diesem Abend auf sie wartet.

Ihr werdet euch noch wunderngleicht einem filmischen Abschiedsbrief –mit einem Augenzwinkern inszeniert der französische Meisterregisseur Alain Resnais (Letztes Jahr in Marienbad) humorvoll bis leise - melancholisch Reflexionen über das Leben, das Theater und den Tod. Seine wichtigsten und treuesten filmischen Weggefährten versammelt Alain Resnais in diesem Werk.

„Ein atemberaubendes Spiel und ein großartiges abgeklärtes Alterswerk. Ihr werdet euch noch wundern ist ein Film zum Niederknien schön.“(SWR)

„Ein Fest für alle Cinephilen“(Die Zeit)

http://www.kino-zeit.de/filme/trailer/ihr-werdet-euch-noch-wundern IMDB
W immie ...
14.5.2015
W immie ...
Im Namen des ...
PL 2012 | 96 min | OmU | R: Małgorzata Szumowska
W immie ...
W immie ...
W immie ...
W immie ...
W immie ...
W immie ...
Polen 2012 | 96 min | OmU | Regie: Małgorzata Szumowska | Buch und Kamera: Michał Englert | Schnitt: Jacek Drosio | Mit: Andrzej Chyra, Mateusz Kosciokiewicz, Lukasz Simlat, Maja Ostaszewska, Maria Maj, Tomasz Schuchardt u.a.

Pater Adam übernimmt eine kleine Gemeinde in der polnischen Provinz. Überaus engagiert baut er ein Gemeindezentrum für schwer erziehbare Jungs auf. Angezogen von der Vitalität und dem Charisma des Priesters suchen die Einwohner seine Nähe, ohne zu ahnen, welche Geheimnisse ihn umgeben. Durch die Begegnung mit einem exzentrischen jungen Mann, der im Ort als Außenseiter gilt, sieht sich Pater Adam mit seinen unterdrückten Sehnsüchten konfrontiert. Bald schon schöpfen die Dorfbewohner Verdacht und nehmen Kontakt zu Adams Kirchenvorgesetzten auf.

In poetischen Bildern einer trügerischen sommerlichen Dorfidylle erzählt Małgorzata Szumowska das Gewissensdrama eines katholischen Priesters, der verzweifelt gegen seine Gefühle ankämpft. Im Namen des ... lief im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale und wurde dort mit dem Teddy für den besten Spielfilm ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film den Großen Preis des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund / Köln und den Hauptpreis des 10. Neiße-Filmfestivals. (salzgeber)

http://www.imnamendes.de/
Walk With Me
13.12.2017
Walk With Me
GB 2017 | 94 min | OmU | R: Marc Francis, Max Pugh
Walk With Me
Walk With Me
Walk With Me
Großbritannien 2017 | 94 min | Doku | OmU | Regie und Buch: Marc Francis, Max Pugh | Kamera: Marc Francis, Max Pugh | Schnitt: Nicolas Chaudeurge, Marc J. Francis, Alan Mackay, Max Pugh | Mit: Benedict Cumberbatch als Erzähler

Der berühmte Zen-Meister Thich Nhat Hanh hat 1982 im ländlichen Frankreich ein Kloster gegründet, wo der mittlerweile über 90-Jährige nach wie vor aktiv ist – oder wäre 'passiv' in dieser Beziehung das richtigere Wort?

Drei Jahre hindurch haben die beiden Dokumentarfilmer Marc J. Francis und Max Pugh den buddhistischen Klosteralltag begleitet und verschaffen uns Einblicke in eine Welt, die einen radikalen Bruch zu unserem gewohnten mitteleuropäischen Leben bedeutet. Die Neuaufgenommenen müssen sich von weltlichen Besitztümern wie Geld oder Handys verabschieden und verlieren bei der Aufnahmezeremonie obendrein ihre Haare, haben dafür aber die Aussicht, Seelenfrieden und ein paar andere wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.

Walk With Megewährt erstmals einen Einblick in das tiefe Innere der Zen-Buddhismus-Gemeinschaft, deren Mitglieder all ihr Hab und Gut aufgegeben haben für ein Leben in Reinheit und für einen einzigen gemeinsamen Zweck: Ihr Leiden umzuwandeln und die Kunst der Achtsamkeit zu praktizieren.

http://www.thimfilm.at/filmdetail/walk-with-me
Was bleibt
7.2.2013
Was bleibt
DE 2012 | 85 min | Regie: Hans-Christian
Was bleibt
Was bleibt
Was bleibt
Was bleibt
Deutschland 2012 | 85 min | Regie: Hans-Christian Schmid | Buch: Bernd Lange | Kamera: Bogumil Godfrejow | Schnitt: Hansjörg Weissbrich | Mit: Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Ernst Stötzner, Sebastian Zimmler, Picco von Groote, Egon Merten, u.a.

Auf Wunsch seiner Mutter Gitte (Corinna Harfouch) fährt Marko (Lars Eidinger), der seit Jahren in Berlin lebt, zu seinen Eltern aufs Land. Seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht. Unerwartet für alle offenbart Gitte, dass es ihr nach langer psychischer Krankheit wieder gut geht.

Als einziger entspricht Marko ihrer Bitte, sie von nun an als vollwertiges Mitglied der Familie zu behandeln, und bringt damit nicht nur die vermeintlich gut eingespielte Beziehung seiner Eltern aus dem Gleichgewicht.

Mit einem Ensemble hochkarätiger Schauspieler erzählt Regisseur Hans-Christian Schmid in WAS BLEIBT, wie eine Familie innerhalb weniger Tage auseinanderbricht und neu zueinanderfindet. Nach den preisgekrönten Filmen „Requiem“ und „Sturm“ ist dies seine dritte Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Bernd Lange. Der Film feiert seine Premiere im Wettbewerbsprogramm der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

„WAS BLEIBT ist eine gelungene kleine Meditation über Lebenslügen in Zeiten des Friedens, eine filmische Familienaufstellung mit Folgen.“ (Die Welt)

„Der Film verliert […] keine Sekunde sein Gleichmaß, sondern bleibt der aufmerksame, intelligente, abwägende Beobachter, der Details sammelt, weil er verstehen will. “ (FAZ)

„Ein kluger, nachhallender Film.“ (Die Zeit)

http://was-bleibt.pandorafilm.de/ IMDB
Was hat uns bloß so ruiniert
16.11.2016
Was hat uns bloß so ruiniert
AT 2016 | 100 min | R: Marie Kreutzer
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Was hat uns bloß so ruiniert
Österreich 2016 | 100 min | Regie und Buch: Marie Kreutzer | Kamera: Leena Koppe | Schnitt: Ulrike Kofler | Mit: Vicky Krieps, Marcel Mohab, Pia Hierzegger, Manuel Rubey, Pheline Roggan u.a.

Drei befreundete Paare entscheiden sich, gleichzeitig Eltern zu werden. Sie sind mitteljung, beruflich erfolgreich, cool. Idealistisch und konsumgeil zugleich züchten sie am Balkon ihrer Innenstadtwohnung Bio-Tomaten, trinken lokal gerösteten Kaffee und Hugo, waren auch mal auf den Donnerstagsdemos und würden sich nie ein elektronisches Gerät ohne Apfel-Logo zulegen. Und sie sind sich sicher, dass man auch Kinder haben kann, ohne spießig zu werden.

Was hat uns bloß so ruinierthandelt von der Unvereinbarkeit von Elternschaft und Perfektionismus. Es ist der dritte Film von Marie Kreutzer: In ihrem Debüt Die Vaterlosen(2011) erzählte sie von den kaputten Kindern eines Kommunenpatriarchen, in der Literaturverfilmung Gruber geht(2015) schilderte sie die Einsamkeit eines egozentrischen Geldmenschen, und nun berichtet sie vom Scheitern einer harmonischen Familiengründung.

http://www.thimfilm.at/filmdetail/was-hat-uns-bloss-so-ruiniert
We Come as Friends
4.2.2015
We Come as Friends
FR, AT 2013 | 110 min | Doku | R u. B: Hubert Sauper
We Come as Friends
We Come as Friends
We Come as Friends
We Come as Friends
We Come as Friends
Frankreich, Österreich 2013 | 110 min | Doku | Regie und Buch: Hubert Sauper | Kamera: Hubert Sauper, Barney Broomfield | Musik: Veronika Hlawatsch

In jenem Moment, als der Sudan, das größte Land des Kontinents, in zwei Nationen geteilt wird, verfällt das Land erneut in alte Muster der „Zivilisierung“ – Kolonialismus, Kampf der Herrscher und neue blutige Kriege im Namen des Glaubens und im Namen der Territorien und Ressourcen.

Hubert Sauper, der Regisseur von Darwin’s Nightmare, nimmt uns mit in seinem kleinen, selbst entworfenen und gebauten Flugzeug aus Blech und Leinwand an die unwahrscheinlichsten Orte und tief in die Gedanken und Träume der Menschen. Chinesische Ölarbeiter, UN-Friedenstruppen, sudanesische Kriegsherren und amerikanische Evangelisten verweben ironisch Gemeinsamkeiten in diesem Film. Ein komplexes, tiefgreifendes und humorvolles filmisches Unterfangen. (film.at)

Sundance 2104 - World Cinema Documentary Special Jury Award

Berlinale 2014 - Friedensfilmpreis

Wiener Filmpreis 2014

http://www.wecomeasfriends.com/
We Need to Talk About Kevin
28.11.2012
We Need to Talk About Kevin
US, UK 2011 | 112 min | OmU | Regie: Lynne Ramsay
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
We Need to Talk About Kevin
USA, Großbritannien 2011 | 112 min | OmU | Regie: Lynne Ramsay | Kamera: Seamus McGarvey | Musik: Jonny Greenwood | Darsteller: Tilda Swinton, John C. Reilly, Ezra Miller, Jasper Newell, u.a.

Der deutsche Titel von We Need to Talk About Kevinlautet Mein Sohn, der Attentäter. Eva, gespielt von Tilda Swinton, ist die Mutter von Kevin, einem 17-jährigen Todesschützen. Er hat die Ausgänge seiner Schule blockiert und dann in eisiger Konzentration auf Kinder gezielt. Lynne Ramsay, die schottische Regisseurin, richtet die Kamera auf eine Kleinfamilie, Vater, Mutter, zwei Kinder. Sie stellt die Perspektive noch enger, auf Eva, die Mutter des Todesschützen, was naheliegend ist, sie ist die einzige Überlebende des Dramas, abgesehen von Kevin, der in Haft sitzt. Eva und Kevin bilden die Achse des Films, sie sind ineinander verschlungene Personen, Lebensgeberin, Todesengel.

Der Film folgt dem 2003 erschienenen Roman der amerikanischen Autorin Lionel Shriver. Die Besetzung der Eva mit Tilda Swinton, Schottin wie Lynne Ramsey übrigens, erscheint als Glücksfall. Das von Erschöpfung leere Gesicht. Die im Sturm der Ereignisse ausgezehrte Gestalt, die nur von einer brüchigen Hülle gehalten scheint. Und Kevin, den Ezra Miller als volllippigen weißhäutigen Krieger gibt, das Haar schwarz wie Rabengefieder. Über seine Augen senken sich die Lider, wenn er seine Mutter vorführt, attackiert, mit Präzision tief verletzt. Mein Sohn, der Feind.

Britscher Filmpreis 2011: Beste Regie und Beste Darstellerin,

London Film Festival 2011: Bester Film |  Europäischer Filmpreis: Beste Darstellerin

http://www.weneedtotalkaboutkevin.co.uk/
Weekend
10.10.2013
Weekend
UK 2011 | 97 min | OmU | Regie und Buch: Andrew Haigh
Weekend
Weekend
Weekend
Weekend
Weekend
Großbritannien 2011 | 97 min | OmU | Regie und Buch: Andrew Haigh | Kamera: Urszula Pontikos | Schnitt: Andrew Haigh | Mit: Tom Cullen, Chris New, Jonathan Race, Laura Freeman, Loreto Murray u.a.

Eigentlich sind sie Richard Linklaters „Erfindung“: diese federleichten Filme, die vorführen, wie zwei sich binnen weniger Stunden näher kommen und verlieben. Nun aber stellt Andrew Haigh einen ebensolchen Liebesfilm vor. Weekendspielt in London, handelt von zwei Männern und ist unter die Haut gehend packend. Eines Abends kreuzen sich in einem Club die Wege von Russell und Glen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Russell den Mann seines Lebens und die große Liebe sucht, kommt Glen aus einer langjährigen Beziehung und hat sich geschworen, Single zu bleiben. Die gemeinsam verbrachte Nacht sollte denn auch bloß ein One-Night-Stand sein. Doch dann beginnen Russ und Glen zu reden. Es sind achtundvierzig Stunden voll intensiver Gespräche, Zärtlichkeit, körperlicher Annährung, in denen der Film spielt und sich zwischen aufkeimenden Gefühlen und anders geplanten Lebensentwürfen eine mögliche neue Liebe ankündigt.

British Breakthrough Film-Maker (Andrew Haigh) – London Critics Circle Film Award

Grand Jury Prize, Best Actor (Tom Cullen) – Nashville FF

Best Achievement in Production, Most Promising Newcomer (Tom Cullen) – British Independent Film Awards

Best Reviewed Romance of the Year – Golden Tomato Awards

Publikumspreis – Crossing Europe FF

Sowie zahlreiche andere Filmpreise

http://www.weekend-film.com
WEIT.
20.12.2017
WEIT.
Die Geschichte von einem Weg um die Welt
DE 2017 | 125 min |R: Patrick Allgaier, Gwendolin...
WEIT.
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Deutschland 2017 | 125 min | Doku | Regie , Kamera: Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser | Musik: Isaac Friesen und Falk Schönfelder von Postmodern Orchestra, Daniel Schaub und Cloudkicker | Mit: Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser

Sie wollen ihr Zuhause verlassen, um zu entdecken, was Heimat für andere bedeutet: Das junge Paar Patrick und Gwen zieht mit dem Rucksack gen Osten und weiter bis um die Welt. Die zwei versuchen dabei auch, sich in Verzicht zu üben. Das Ziel ist es, nicht mehr als fünf Euro am Tag auszugeben – und nicht zu fliegen. Jeder zurückgelegte Meter soll mit allen Sinnen wahrgenommen, Grenzen sollen ausgetestet und neben dem Verzicht soll auch der Genuss gelernt werden. Bei jedem Schritt wollen Patrick und Gwen spontan und neugierig bleiben. Die beiden sind drei Jahre und 110 Tage unterwegs, bewegen sich ausschließlich als Anhalter fort, ob mit Bus, Zug oder Schiff. Am Ende kommen fast 100.000 Kilometer durch Europa, Asien sowie Nord- und Zentralamerika zusammen. Sie kehren zu dritt zurück.

Gilde-Filmpreis 2017 – Sonderpreis „Kinophänomen des Jahres“

http://www.weitumdiewelt.de/trailer
Welcome to Norway
21.12.2016
Welcome to Norway
NO 2016 | 91 min | OmU | R: Rune Denstad Langlo
Welcome to Norway
Welcome to Norway
Welcome to Norway
Welcome to Norway
Welcome to Norway
Norwegen 2016 | 91 min | OmU | Regie und Buch: Rune Denstad Langlo | Kamera: Philip Øgaard | Musik: Ola Kvernberg | Schauspieler: Anders Baasmo Christiansen, Olivier Mukuta, Slimane Dazi, Henriette Steenstrup u.a

Primus ist ein Mann mit großen Visionen und noch größeren Niederlagen. Am größten aber ist bei ihm die Abneigung gegen alles Fremde. Die vielen Flüchtlinge, von denen allseits die Rede ist, kommen ihm trotzdem gerade recht. Sein Pleite gegangenes Hotel im Norden Norwegens soll dank ihnen doch noch zur Goldgrube werden, denn sie können hier kostengünstig zwischengelagert werden. Und dafür winken saubere Subventionen aus der Staatskasse. Seine Frau Hanni und Tochter Oda trauen ihren Augen nicht, als ganze Busladungen in das Hotel einmarschieren, in dem Zimmertüren, Heizung und Strom fehlen. Nicht vorbereitet ist Primus allerdings auf die diplomatischen Verwicklungen, die nun auf ihn lauern: Christen weigern sich, mit Arabern, Sunniten mit Schiiten das Zimmer zu teilen. Und dann fordert die Ausländerbehörde auch noch Sprachkurse und einen Kooperationsrat, sonst gibt es kein Geld. Bald hat Primus, der verzweifelt versucht, die Kontrolle zu wahren, den Ruf eines Diktators, die Flüchtlinge bezeichnen ihr neues Zuhause als Guantanamo und die xenophoben Einheimischen winken mit den Fäusten. Heilloses Chaos scheint vorprogrammiert, dabei hat Primus längst etwas gewonnen, worauf er gar nicht aus war: einen Freund trotz aller Unterschiede. (film.at)

Massiv sehenswertes, großes Kino mit tollen Darstellern. (Outnow.ch)

Göteborg 2016, Best Nordic Film Audience Award

http://www.welcome-to-norway.de/
Wer wenn nicht wir
24.8.2011
Wer wenn nicht wir
DE 2010 | 124 min | DF | R: Andres Veiel
Wer wenn nicht wir
Wer wenn nicht wir
Wer wenn nicht wir
Wer wenn nicht wir
Deutschland 2010 | 124 min | DF | Regie: Andres Veiel | Kamera: Judith Kaufmann | Musik: Annette Focks | Darsteller: August Diehl, Lena Lauzemis, Alexander Fehling, Thomas Thieme, Imogen Kogge, Michael Wittenborn, Susanne Lothar

Deutschland in den frühen Sechzigern. Noch ist das Land ruhig. Doch Aufbruch liegt in der Luft. Auch Bernward Vesper (August Diehl), Sohn des NS-Schriftstellers Will Vesper, begehrt auf. Nachts hackt er wütende Sätze in die Schreibmaschine, die er der erstarrten Gesellschaft ins Gesicht schleudern will. Als er auf Gudrun Ensslin (Lena Lauzemis) trifft, ist das der Beginn einer extremen Liebesgeschichte: bedingungslos, maßlos, bis über die Schmerzgrenze hinaus. Gemeinsam brechen sie auf, um die Welt zu erobern. Keine zehn Jahre später verliert sich Bernward auf Drogentrips im Wahnsinn, und Gudrun katapultiert sich in den bewaffneten Untergrund. Für beide wird es kein Zurück mehr geben.

„Eine Vorgeschichte zum deutschen Terrorismus, wie sie sie in derart biografischer Eindringlichkeit noch nicht erzählt wurde und noch dazu ein spannendes Lehrstück zur Identitätssuche junger Deutscher nach dem Krieg.“ Süddeutsche Zeitung


http://www.werwennnichtwir-film.de/